OS X Snow Leopard – was ist neu?

Während Microsoft mühsam versucht, seinen Imageschaden von Vista zu kitten, konzentriert sich Apple darauf, das bestehende OS X zu optimieren.
Daher brachte Apple vor kurzem das in der Softwaregeschichte erste (!!!) Betriebssystemupdate (soweit ich in meinen Recherchen erfahren konnte) heraus, das weniger Speicherplatz als sein Vorgänger benötigt (nämlich bis zu 7GB weniger).

Ich hab mir OS X Snow Leopard mal genauer angesehen und die gröbsten Unterschiede bzw. Neuerungen, die ich in diversen Blogs, Foren und bei Apple selbst fand, hier zusammengetragen:

  • Finder von Grund auf neu programmiert, Optimierung in Bezug auf Geschwindigkeit, Darstellung von Symbolen, Blätterfunktionen etc.
  • Schnelleres Aufwachen, Standby und Verbinden mit WLAN nach Aufwachen
  • neues QuickTime X mit neuem Player
  • Druckertreiber nicht mehr integriert, sondern ins Internet ausgelagert
  • Sprachpakete bei Installation abwählbar
  • Safari spürbar schneller
  • 64-bit Optimierung: fast alle in OS X integrierten (System-)Programme laufen nun auf 64-bit (dadurch höherer Datendurchsatz). Soll sich auf Geschwindigkeit und Stabilität positiv auswirken
  • Optimale Verteilung der Ressourcen auf Prozessoren mit mehreren Kernen. D.h. es werden alle Tasks und Programme optimal auf allen Kernen berechnet (=> Grand Central Dispatch)
  • das Ganze ist auch im Kern implementiert und somit auch für andere Programme (Programme Dritter) nutzbar
  • OpenCL: hierdurch wird die Leistung des Grafikprozessors für andere Aufgaben als für die Berechnung von Grafik zur Verfügung gestellt. Denkbar wäre etwa, dass damit Audio PlugIns berechnet werden. Oder En-/ Decodierungen über die GPU laufen, während man in anderen Programmen die volle „normale“ CPU zur Verfügung hat
  • etliche Optimierungen für Barrierefreiheit (ein paar echt interessante Funktionen, etwa dass das Trackpad den kompletten Bildschirm repräsentiert – es sei hier auf http://www.apple.com/de/macosx/universal-access verwiesen)
  • Unterstützung von Exchange out of the box. Nicht mal Windows 7 unterstützt mit seinem Standard Mail Client Exchange, dazu benötigt man Outlook o.ä….oder eben einen Mac mit Snow Leo, da wirds von „Mail“ unterstützt

Alles in Allem also durchaus nützliche Verbesserungen. Softwareseitig gabs eigentlich kaum Probleme zu berichten, die eine oder andere Software läuft nach dem Update nicht (richtig), es gibt aber mittlerweile dafür meist Updates bzw. Workarounds.

Was mir an der ganzen Geschichte so gefällt: Microsoft bemüht sich, Löcher zu stopfen und dabei nicht neue aufzureißen.
Währenddessen baut Apple seinen Vorsprung in Punkto Einfachheit, Stabilität und Technologie immer weiter aus.

Einziges Manko von Apple / OS X: manche Softwarehersteller wollen partout nicht für Mac entwickeln…aber dafür gibts ja Bootcamp oder Parallels😉
Verweise:
Artikel bei kwick.de
Artikel bei maclife.de
Artikel bei appleinsider.com
Produktseite bei Apple

Über bedengler

Programmierer, Multimedia Entwickler, Geschäftsführer, DJ und Technikfreak...

Veröffentlicht am 10. September 2009 in Apple und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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